Vorwort
15.01. - 17.01.2026
Ich muss hier raus, ich fahr nach Ahaus. Sollte sich irgendwie reimen oder?
Der Campingplatz
Ich habe auf dem neuen Teil des Platzes gestanden. Großzügige Parzellen, die asphaltiert sind. Daneben leider aktuell noch Matsch und Modder. Versorgung und Entsorgung sind durchdacht. Strom brauche ich nicht. Anmeldung über das Webportal und Bezahlung per PayPal war sehr einfach. Das WLAN ist sehr stabil.

Ahaus
Wenn schon meine Tochter sagt, dass ich mal wieder raus muss, soll das schon was heißen. Nach einigen Planungen hat das Regenradar dann in der Ecke ruhiges Wetter angezeigt. Also ging es nach Ahaus. Am Donnerstag ging es um 17:15 Uhr los, aber erst mal zum tanken. KLEXi hatte wieder mal Durst und bei Jet war der Diesel mit 1,61 € je Liter am günstigsten. Schon ein Witz wenn man sich anschaut, dass wir vor kurzem noch bei unter 1,50 € waren. Nach den 84,6 Litern musste ich kurz durchatmen.
Ich bin dann über die B58 und A31 in Richtung Norden durchgestartet und hatte dieses Mal richtig Glück. Es lief echt super und ohne Staus. Um 19:20 Uhr musste ich eine Laufgruppe am Stellplatz mal kurz auf die Seite bitten und konnte dann kostenlos Wasser aufnehmen. Im dunklen suchte ich mir dann einen Platz und KLEXi legte sich bei 89.783 km schlafen. In einem Web Portal kann man den Platz reservieren und per Pay Pal bezahlen. 10,-€ pro Nacht ohne Strom. Versorgung und Entsorgung sind enthalten.
Ich hatte mir den Platz außerhalb der Stadt in der Hoffnung ausgesucht, dass dieser ruhiger seien würde. Und ich empfand den Platz auch die ganze Zeit als ruhig. Wie von magischer Hand gesteuert, startete die Heizung um 6:00 Uhr und ich konnte um 7:30 Uhr im warmen Wohnmobil aufstehen. Schon cool wenn man sich mal mit der vorhandenen Technik beschäftigt. Das Heizen hat aber auch seinen Preis, denn die erste Gasflasche zeigte schon wieder rot an.
Ich habe dann die geplante Wanderroute von 29,6 Km gemacht und war mit meiner Zeit sehr zufrieden. Trotz Pausen und einem Einkaufsbummel kurz vor Ende war ich unter sechs Stunden unterwegs. Der Mammutmarsch im April kann kommen. Es gab dann diverse Protestbriefe einiger Körperteile die sich mit dem Tag nicht ganz so abfinden wollten, aber wir hatten dann doch noch den Konsens, dass es schlechter hätte laufen können. Auf den letzten zwei Kilometern hat es angefangen zu fieseln und als ich gerade im KLEXi war kam ein kleiner Guss runter.
Am Samstag morgen bin ich erstaunlich gut aus dem Bett gekommen. Ich hatte echt schlimmeres erwartet. Der untere Rücken und die Schultern wollten noch mal kurz protestieren. Wir haben uns dann aber auf einen Waffenstillstand geeinigt. Da ich mir das Schloss schon bei der Wanderung angesehen hatte blieb nun in Ahaus nix mehr zu besichtigen. So richtig schick fand ich die Innenstadt nun nicht. Also habe ich mich entschieden weiter zu fahren. Ein kleiner Trip in die Niederlande soll auf der Tour noch möglich sein.





