Gepostet am: 7. September 2026

Geschrieben von: Dirk Schmitz

Vorwort

03.09. - 06.09.2026

Rosi hat zu einem Wandercamp eingeladen. Ich hoffe das wird eine gute Vorbereitung auf die 30 km in Dortmund

Der Campingplatz

Die Aussicht auf dem Platz ist unschlagbar. Mit Keilen kriegt man das Wohnmobil auch gerade. Was mich ein bisschen gestört hat ist die Holzverbrennung am Stellplatz. Da wird Energie für das Dorf erzeugt. Das Brummen der Anlage und der Qualm der auf den Platz zieht war nicht so schön. Geräuchertes hält sich aber bekanntlich länger. Die Betreiber kommen persönlich kassieren.

  • Bleialfer Str. 15, 54597 Auw bei Prüm-Manderfeld
Stellplatz Schneifelsicht

Auw bei Prüm

Über die Facebook Gruppe „Campertreffen in Deutschland“ bin ich auf ein Wandercamp in Auw bei Prüm gestoßen. Da ich mich ja noch ein bisschen auf meine 30 km in Dortmund vorbereiten wollte, kam mir das Treffen von Rosi ganz recht. Über eine WhatsApp Gruppe wurden dann die Details geklärt und zwischendurch war die Gruppe auf 12 Personen angewachsen. Das Treffen fand dann letztendlich „nur“ mit sechs Leuten statt. Aber die Gruppe passte super zusammen und ich war ausnahmsweise mal der Jüngste in der Gruppe.

Am Donnerstag ging es um 15:45 Uhr los und beim Laden musste ich feststellen, dass die Dichtung von meinem Tec Tower unten an der Türe ein Loch hat. Jetzt sind schon zwei Dinge am KLEXi defekt, den die SAT Anlage klappt ja auch nicht. Wird also Zeit mal einen Werkstatttermin zu finden. Ich hatte mich dann für den Weg über die A61 entschieden, da ich mir den Wahnsinn rund um Köln nicht antun wollte. Es lief richtig zügig, bis ich von der A1 runter musste. Das letzte Stück über Land zog sich dann ein wenig. Um 19:00 Uhr kam ich dann bei 98.413 km auf dem Platz an und wurde von Rosi und Clemens begrüßt.

Man steht auf einem Platz direkt am Hang und schaut in das Tal, dass mir als „Schneifel“ vorgestellt wurde. Wir haben dann draußen gequatscht, bis wir uns nicht mehr sehen konnten. So ist der Donnerstag für mich schon mal super verlaufen. Direkt neben dem Platz ist eine Anlage in der Holzspäne zu Strom und Wärme verbrannt werden. Zwischendurch war es also so, als würde man im Rauch eines Smokers sitzen. Nicht unangenehm, aber man müffelt schon ein wenig.

Nach einer sehr ruhigen Nacht startete der Freitag um 7:00 Uhr mit einem sonnigen Ausblick in das Tal. Im Laufe des Vormittages kamen dann noch Bärbel, Jens und Elke dazu. Wir haben dann eine Wanderung zur Kirche und dem Ort gemacht, auf dem ein ehemaliger Pfarrer früher mal verbrannt worden ist. Ein bisschen Geschichte, dazu Wandern und die Erkenntnis, dass es in Belgien keine Windräder gibt. Falls man sich in der Gegend verläuft, ist ein Windrad also immer die Richtung nach Hause. Der späte Abend war wieder erfüllt von guten Gesprächen und Anekdoten über das Wandern, Campen und Windrädern. Um 20.00 Uhr bewahrheitete sich die Wetterprognose und wir mussten vor dem Regen in die Camper fliehen.

Für den Samstag war dann eine größere Wanderung geplant. Der Tag startete aber zunächst bedeckt und die Sonne kam nur nach und nach raus. Wir machten uns dann auf den Weg, den früher die Schmuggler genutzt haben, um zwischen Deutschland und Belgien Dinge hin und her zu bewegen. Aus Rosis Mund hörte sich das alles so an, als wäre sie dabei gewesen. Das war schon toll die Geschichte mal aus dieser Perspektive zu hören.

Die Strecke war dann „nur“ 13 Kilometer aber das rauf und runter hatte es schon in sich. Alle waren mit den Steigungen am kämpfen, aber auch alle, die mit waren, haben tapfer bis zum Ende durchgehalten. Als Belohnung haben wir dann im Backes gegessen. Gut bürgerliche Küche zu fairen Preisen. Wir durften dann auch mehrfach erleben, dass in der Eifel noch platt gesprochen wird. Wir haben uns einiges zusammenreimen können, aber sicherlich nicht alles verstanden. Eigentlich wollten wir am Abend noch ein Schwedenfeuer entzünden, aber irgendwie war der Eine oder Andere dann doch sehr müde.

Wir haben es dann zu dritt ausklingen lassen, bis es dunkel war. Also so richtig pechschwarz. Der Betreiber kam dann persönlich kassieren und mit 10,-€ pro Nacht für den Platz war das alles mehr als fair. Aber Bargeld ist wohl von Nöten, wobei ich nicht nach PayPal gefragt habe. Auch hier wieder viel Platt und neue Erkenntnisse zu den Windrädern.

Die Temperatur ist dann über Nacht deutlich gefallen. Mit 10 Grad war es am Morgen im KLEXi so kalt, dass ich die Heizung gestartet habe und erst mal ins Bett zurück gekrochen bin. Ich habe dann in Ruhe alles für die Abfahrt vorbereitet und noch einen zweiten Kaffee mit Rosi und Clemens vor den Wohnmobilen getrunken. Um 9:00 Uhr habe ich KLEXi dann gestartet und bis in Richtung Heimat gefahren.

Ich habe diesmal mal versucht auf der Autobahn maximal 90 km/h zu fahren und mit den LKW’s mit zu schwimmen. Auf dem Rückweg hatte KLEXi dann einen Durchschnittsverbrauch von 7,9 Liter.  Bei 98.605 km stand KLEXi um 12:00 Uhr wieder @Home.

Bilder von der Tour findet ihr hier.