Gepostet am: 20. Juli 2026

Geschrieben von: Dirk Schmitz

Vorwort

17.07 - 19.07.2026

Der erste Trip nach dem Sommerurlaub soll an einen Safe Place gehen. Aber irgendwie hat es sich hier verändert und ich weiß nicht, ob mir das gefällt.

Der Campingplatz

Der Jachthaven ist auf einer Wiese in zwei Ebenen. Oben 14 Plätze mit einer guten Aussicht aufs Wasser. Unten die Plätze direkt am Wasser. Zwei Waschhäuser mit Duschen und Toiletten sind dabei. Wenn der Platz voll ist, ist das aber zu wenig wenn man seine eigene Toilette nicht nutzen will. Dafür gibt es dann vorne am Jachthaven noch mal Duschen und Toiletten. Strom, Versorgung und Entsorgung ist enthalten. Schwarzwasser ist aber nicht schön zu entsorgen, da es nur in eine normale Ablaufrinne geht. Alles nur mit Stellplatz App und Kreditkarte oder hoffen das der Hafenmeister da ist.

  • De Muggenwaard 16, 6988 BX Lathum
Jachthaven 't Eiland

T’Eiland

Ich war schon häufig auf T’Eiland und landschaftlich bleibt der Platz einfach spitze. Die Nähe zu Arnheim und die Option hier zu schwimmen oder mit dem Sub auf das Wasser zu gehen, sind einfach toll. Aber in den letzten Jahren ist der Platz immer teurer geworden, aktuell 27,50 € pro Nacht für eine Person, aber man hat nichts an dem Platz verändert. Wobei das nicht ganz stimmt. Es gibt nun eine Schranke die das befahren des Platzes verhindert, wenn man nicht vorher gebucht hat. Und dieses vorher buchen führt nun auch dazu, das vorreserviert wird.

Du kommst also auf den Platz und die Top Plätze sind dann schon ab Freitag Abend bis Samstag reserviert. Und du stellst dich dann in die zweite Reihe für zwei oder drei Nächte. Ja das ist sicherlich ein Diskussionspunkt, aber ich finde es schade, dass Plätze so reserviert und blockiert werden können. Wenn mehrere Leute zusammen fahren finde ich das OK und richtig, aber das Einzelfahrer für eine Übernachtung den Platz zerreißen kann auch für den Betreiber nicht sinnvoll sein.

Eigentlich wollte ich schon am Donnerstagabend los, aber der erste Kundentermin beim neuen Arbeitgeber dauerte länger und ich war auch echt groggie. Also habe ich den Start auf den Freitag morgen gelegt. Um 7:30 Uhr startete KLEXi über die Autobahn in Richtung T’Eiland. Wie immer fand das Navi eine interessante, neue Strecke. Über die A57, dann Uedem ab in Richtung A3 und dann über die A3 zum Ziel. War auch mal wieder schön. Auf Grund der Dieselpreise von über 2,20 € bin ich dann mal bis in die Reserve gefahren. KLEXi steht also aktuell mit Reserve auf seinem Platz.

Um 9:30 Uhr begann dann der Kampf mit der Schranke und der Platzauswahl für zwei Nächte. T’Eiland hat vier Plätze auf die ich schlicht weg nicht drauf passe. Das sagt dir die App aber nicht. Das kannst du dann mit dem Hafenmeister ausdiskutieren. Mit Camper Pay und PayPal konnte ich dann die 36 ergattern, die in der zweiten Reihe liegt.

Aufstellen, aufbauen und mit den Nachbarn ins Gespräch kommen die einen der Plätze erwischt haben, auf denen du eigentlich nicht stehen kannst. Da steht ein Baum mitten auf der 28. So wie auch auf der 9. Hört sich doof an, ist aber so. Als nächstes durfte ich dann den Wassertank öffnen und die Pumpe freundlich schütteln. Das Schaufelrad hatte sich verklemmt und es kam kein Wasser.

Den Freitag habe ich dann in der Sonne bei ordentlich Wind verbracht. Das Sub raus zu holen, war bei dem Wind gar keine Option. Am Samstag war es den ganzen Tag bedeckt und ich habe die Zeit genutzt um nach Arnheim zu fahren. Ich habe das Rad am Markt geparkt und bin das erste mal wieder durch die Innenstadt flaniert. Ein komisches Gefühl das alleine zu machen. Es kamen viele schöne Erinnerungen hoch und es hat mich nicht belastet, dass Sandra nicht dabei war. Es war ungewohnt aber nicht schmerzhaft.

Auf dem Markt wollte ich eigentlich Fisch holen, aber am Samstag sind die Fischstände einfach nicht so schön wie am Freitag. Also bin ich mich leeren Händen zum nächsten Jumbo gefahren um mr dort Tappas zu holen. Das Angebot in den Niederlanden ist einfach super. Auf dem Platz hatte ich dann noch viele lustige Momente während ich meine Nachbarn beobachten durfte. Also ein rundum gelungener Tag.

Am Sonntag bin ich tatsächlich um 6:30 Uhr wieder eingeschlafen und wollte es mal so richtig chillig angehen lassen. Bis um 7:00 Uhr die Alarmanlage bei einem der Nachbarn los ging. Zu blöd um das Ding auszuschalten bevor die aus dem Camper gehen. Die Menschen verblöden immer mehr. Ich vermute das es die Nachbarn waren, dessen Hund auch die ganze Zeit vor dem Wohnmobil alles und jeden angekläfft hat. Die sind auch am Morgen als erstes vom Platz gerollt.

Ich bin auch etwas verblödet, ich hatte nämlich Holländische Aufbackbrötchen gekauft. Ja ich weiß, wäre mir mit Sandra nie passiert! Der Teil „Holländische Aufbackbrötchen“ beißt sich wirklich. Und ja so schmeckten die auch. Ich musste mir noch einen frischen Kaffee machen um die runter zu kriegen. Eventuell kann ich die ja noch zum Grillen verwenden.

Um 9:30 Uhr stand ich dann auf der Entsorgung, nachdem ich in der E-Mail den Button „Schranke öffnen“ gedrückt habe. Anschließend ging es in einer wilden Tour nach hause. Eigentlich wollte ich über Land fahren, habe dann aber in Elten die Abzweigung verpasst und musste dann auf der A3 doch durch die Polizeikontrolle. Wenn mich jemand fragt was gerade in Deutschland schief läuft, brauchte er nur auf diese Grenzkontrollen schauen. Das frisst so viel Geld und bringt rein gar nix. Das Geld könnte man schön in Sozialprojekte stecken.

Um 11:00 Uhr stand KLEXi bei 97.414 km wieder @Home.