Vorwort
08.04. - 12.04.2026
Ich wollte nicht weit weg, die Dieselpreise nerven ja immer noch, aber trotzdem einen neuen Ort erkunden. Nahe Emmerich liegt Hoch Elten. Und es ist eigentlich nichts ungeplantes passiert. Also fast nichts.
Der Campingplatz
Ein schöner Platz mit großen Parzellen. Tagsüber ist hier viel los durch die Minigolfbahn und das Pfannkuchenhaus. Die zwei Straßen, die direkt am Platz vorbeiführen sind auch gut frequentiert. Nachts wird es angenehm ruhig, so dass man gut übernachten kann. Versorgung und Entsorgung ist gut gestaltet. Das alles nur mit der Service Karte zu bedienen ist ist gewöhnungsbedürftig aber okay. Das Terminal zum anmelden ist gut gestaltet und lässt sich gut bedienen. Für Wanderungen und Radtouren ist der Platz ein toller Startpunkt. Nur das WLan ist nicht wirklich stabil.

Hoch Elten
Bei Emmerich gibt es einen Hügel auf dem das Örtchen Hoch Elten ist. Schaut man auf der einen Seite herunter sieht man Deutschland, auf der anderen Seite sieht man die Niederlande. Da Hoch Elten in der Nähe liegt war es das ideale Ziel für dieses Wochenende.
Beim letzten Tripp hatte ich das Gefühl, dass KLEXi etwas hart auf den Vorderläufen ist. Also habe ich mir einmal die Mühe gemacht und den Reifendruck kontrolliert. Und siehe da, bei der Inspektion haben die netten Herrschaften in der Werkstatt auf alle vier Reifen, die von Fiat geforderte 5,5 Bar gepumpt. Ich habe dann erst mal auf den Vorderreifen wieder auf 4,6 Bar reduziert. Jetzt hoppelt KLEXi nicht wieder über jedes Schlagloch. Dann war ich noch im Biber Einkaufszentrum und habe 6 Meter Wasserschlauch mit Gardena Verbindern gekauft, damit mir beim nächsten Wasser auffüllen nicht wieder 20 cm fehlen.
Am Donnerstag konnte ich dann um 16:30 über Land starten, erst auf die B9 in Richtung Goch und dann in Emmerich über den Rhein. Nach 90 Minuten über Land und einem kleinen Umweg, den mir das tolle Navi eingebrockt hat, stand ich dann bei 92.912 km auf der Stellplatz. Genaugenommen stand ich auf der Versorgung und Entsorgung und wollte Wasser aufnehmen. Das geht hier aber nur mit der Servicekarte, die man bei der Anmeldung am Automaten erhält.
Also habe ich mich erst einmal auf einen Stellplatz gestellt und was zu Essen gemacht. Dann bin ich zum Automaten und habe mich angemeldet. Das Touch Display ist langsam, aber wenn man sich einmal an des Tempo der Eingabe gewöhnt hat, geht es. 15,-€ kostet der Platz pro Nacht. 10,-€ Pfand für die Karte. Und dann kann man Guthaben auf die Karte laden für Strom und Wasser. Ich habe dann auch Wasser aufnehmen können. Der Schlauch war auch ohne Verlängerung lang genug.
Der Freitag startete kühl und ruhig bei 13 Grad. Also musste ich doch erst einmal die Heizung anmachen. Nach dem Frühstück bin ich fast fünf Stunden wandern gewesen. Einen großen Teil der Strecke über den „Pieters Pad“. An dem Freitag eine sehr begehrte Strecke, auf der einige, vorwiegend Niederländer, unterwegs waren. Ich habe mich auch sehr nett mit einer Niederländerin unterhalten, die mich nach dem Weg gefragt hat. Wie kann eine Frau auf die Idee kommen einen Mann nach dem Weg zu fragen. Wir laufen Umwege und sagen dann, es sei wegen der Aussicht gewesen. Ein Mann fragt nicht nach dem Weg. Ich gebe zu ich habe mich die Ganze Zeit von der Stimme aus meiner Jacke leiten lassen. Komoot macht es möglich.
Die Wanderung über 23 Kilometer war echt gut. Entlang von frei laufenden Pferden und Kühen. An der Waal entlang, so heißt der Rhein bei den Niederländern. Und zwischendurch habe ich noch einen Jumbo gefunden und mir Holländisches Gebäck geholt. Irgendwas mit Apfelgeschmack und vielen unterschiedlichen Nüssen drin und drauf. Schmeckte gut obwohl es gebacken und nicht frittiert war. Die Wanderung war der letzte Test vor den 30 Km beim Mammutmarsch in Duisburg.
Zurück am Platz habe ich dann noch bis 18:00 Uhr, dick eingepackt, in der Sonne gesessen und den Platz genossen. Das genießen hielt sich allerdings etwas in Grenzen, da meine Niederländischen Nachbarn ihren Hund alleine im Wohnmobil eingesperrt haben und das Tier alles und jeden angekläfft hat.
Der Samstag startete wie der Freitag, mit der Heizung. Nachdem um 6:00 Uhr jemand vom Platz gefahren ist war ich wach. Ich habe dann aber noch bis 8:00 Uhr im Bett gelegen. Alleine und in Gedanken versunken, immer noch ein ungewohnter und für mich unschöner Zustand. Nachdem die Sonne sich dann zwischen den Bäumen zeigte, habe ich mich zu einer Radtour durch die Niederlande durchgerungen. Da es ab 14:00 Uhr regnen sollte, habe ich mich für einer 52 km Tour entschieden. Es ging entlang der Ijsel und einigen Baggerlöchern, durch die Felder und durch den Wald. Dazu noch ein zwei kleine Örtchen mit mehr oder weniger schönen Häuschen.
Die Tour lief echt super, bis die letzten 15 Kilometer starteten. Die führten jetzt wieder zurück nach Hoch Elten und der Gegenwind schlug zu. Zweiter Gang und Sport, damit ich über 10 Km/h kam. Der Wind war echt heftig. Nach drei Stunden kam ich dann wieder am KLEXi an um festzustellen, dass ich die Aufbautüre zwar zu gemacht habe, aber das mit dem Abschließen ist irgendwie schief gegangen. Ich werde alt oder mir fehlt jemand, der ein bisschen auf mich aufpasst. Natürlich hat es erst um 18:00 Uhr angefangen zu regnen.
Nachdem ich so lange unterwegs war hatte ich echt Hunger und habe scheinbar viel zu schnell gegessen. Jedenfalls war die Nacht nicht ganz so lustig. Magen und Darm protestierten gegen irgendetwas und ich war immer wieder wach. Das mit dem alleine Essen macht mir immer noch Schwierigkeiten. Da muss ich für mich noch irgendeinen Mechanismus finden.
Obwohl die Nacht nicht so toll war, war ich am Sonntag recht erholt als um 6:30 die Heizung wie von Zauberhand anging. Ich habe dann noch bis 7:30 unter der Decke gedöst und mir dann den ersten Kaffee gegönnt. Eine Stunde später stand KLEXi auf der Entsorgung und ich habe ausgecheckt. Jetzt bin ich mal gespannt, wie lange es dauert, bis das Pfand zurücküberwiesen wird. Um 9:30 Uhr stand KLEXi dann bei 92.982 km wieder @Home.
Bilder von der Tour findet ihr hier.





