Vorwort
23.05. - 25.05.2026
En Platz mit nur einer Stellplatzbewertung in der App. Sicherlich ein Geheimtipp. Oder auch nicht
Der Campingplatz
Offizielle hat der Platz 25 Plätze, aber der Platzwart schafft es jeden Gast noch irgendwo unterzubringen. Von hier aus sind es lediglich 6 km bis nach Nimwegen rein, also ein perfekter Ausgangspunkt, um Nimwegen zu besuchen. Ein Supermarkt ist auch direkt mit dem Rad zu erreichen. Viele Plätze sind auf Rasen oder haben Rasen vor dem Platz. Es ist auf jeden Fall genug Platz um eine Markise auszufahren und sich vors Wohnmobil zu setzen. Selbst wenn der Platz total überfüllt ist. Strom scheint es auch irgendwie für alle zu geben, auch wenn ich keinen gebraucht habe. Das WLAN ist trotz der hohen Anzahl an Besuchern relativ stabil. Das habe ich auf anderen Plätzen mit weniger Wohnmobilen schon schlechter erlebt. 16 € in bar oder 20 € mit Camper Pay. Das hat der Betreiber auch direkt am Anfang erwähnt. Es gibt halt keine Schattenplätze und es kann sein, dass man von den Kühen geweckt wird. Die grau Wasser Entsorgung ist etwas blöd gemacht. Ansonsten aber ein super Platz

Malden
Von Gendt aus bin ich um 8:00 Uhr nach Malden gestartet. Auf der Karte eine kurze Strecke, also habe ich dem Navi gesagt es soll ohne Autobahn planen. Das war eine semi gute Idee. Die Strecke führt über Land mitten durch Nimwegen. Und so toll auch ein Kreisverkehr ist, wenn der Kreisverkehr nur aus Ausfahren besteht, kann es auch dem besten Navigator passieren, dass er im Kreisverkehr zweimal falsch abbiegt. Also zweimal im Gleichen. Das kann jedem passieren!
Im zweiten Kreisverkehr bin ich dann aus taktischen Gründen wieder da raus gefahren wo ich rein gefahren bin, um dann eine Nebenstrecke zu benutzen. Das war pure Absicht. Ich wollte ja schließlich was von Nimwegen sehen. So konnte ich die vorgeschlagene Fahrzeit von 30 Minuten auch super auf 60 Minuten strecken. Um 9.00 Uhr stand ich bei 94.579 km auf dem Bauernhof und wurde freundlich begrüßt. Der Betreiber ist ein lockerer Typ und findet immer noch einen Platz für jeden Gast. Im laufe meines Aufenthaltes wurden einige Camper in die zweite Reihe auf die Wiese geschickt. Das Gras war so hoch, dass direkt noch eine Unterbodenpflege mit gemacht wurde.
Ich habe mir dann erneut eine Radtour zusammen gestellt und bin ca. 50 Kilometer durch die Gegend geradelt. Das war sehr schön. Zur Belohnung gab es dann bei Albert Hein noch Ananasstücke und Apfelkuchen. Brot kriegen die Niederländer nicht hin, aber diese kleinen Apfelkuchen sind echt gut. Bei einer leichten Briese habe ich dann abwechseln unter der Markise im Schatten, oder in der Sonne gesessen. Erst gegen 20:00 Uhr ließ die Sonne nach und es wurde kühler. Dann kam der Betreiber auch noch mit Wassereis rum. Ich sagte ja, ein lustiger Typ.
Obwohl ich bei 32 Grad in Bett gegangen bin und bei 22 Grad wieder aufgestanden bin, habe ich gut geschlafen. Nachdem ich am Vorabend beschlossen hatte abzureisen und mir etwas neues zu suchen, fehlt mir jetzt plötzlich die Motivation das zu tun. Ich entscheide mich also mal einen Tag vor dem Wohnmobil auf dem Platz zu verbringen. Das Buch „Wir finden Mörder“, das Rätselheft und das WLAN versprechen einen entspannten Tag. Die leichte Briese dazu macht es echt erträglich.
Ich habe dann die 16,-€ pro Nacht in Bar bezahlt, statt 20,-€ pro Nacht bei Camper Pay. Da sieht man mal wie viel Gebühren die Plattformen pro Übernachtung nehmen. Eigentlich schade, da es Bargeldlos ja eigentlich für alle einfacher seien sollte. Nachdem dann den ganzen Tag über immer wieder neue Gäste ankommen bin ich ganz froh, dass ich nicht gewechselt habe. Außerdem ist so ein Tag mit Nichtstun mal ganz nett.
Das Buch ist gut, aber wie schon beim Donnerstags Mordclub schaffte es Osman bei mir einen Nerv zu treffen. Du ließt eine Seite und es trifft dich hart und schonungslos. Das um mich herum Pärchen vor den Campern sitzen und Karten spielen oder würfeln macht es nicht einfacher. „Alleinsein ist scheiße!“
Mein Knoblauch Quark setzt mir in der Nacht ordentlich zu, trotzdem habe ich super geschlafen und auch von den Kühen nichts mit bekommen. Gegen 9:00 Uhr bin ich mit der Entsorgung durch, die doof gemacht ist. Es ist eine Entsorgung die für Wohnmobile mit Heckentsorgung gedacht ist. Viele Entsorgungen sind aber in der Mitte des Wohnmobils. Also muss die Brühe erst mal zwei Meter über die Steine bis zum Abfluss laufen. Aber wann das alle Probleme des Platzes sind…
Die Sonne knallt schon wieder als ich über Land nach hause starte. Eine schöne Tour zum Abschluss. In Geldern traue ich meinen Augen nicht und habe an Pfingstmontag doch tatsächlich für 1,85 € getankt. Mit 68 Litern ist der Tank jetzt wieder voll und bereit für den Kroatien Tripp. Um 10:15 Ur stand KLEXi bei 94.653 km wieder @ Home.
Bilder vom Trip findet ihr hier.






