Gepostet am: 7. April 2026
Geschrieben von: Dirk Schmitz
Kategorie: Campingplatz, Gas, Hessen, Tanken
Vorwort
02.04. - 06.04.2026
Mein erstes Campertreffen der Single Camper. Neue Menschen und neue Orten kennenlernen bleibt eine spannende Aufgabe. Wie immer blieb auch diese Reise nicht ohne Überraschungen.
Der Campingplatz
Der Platz scheint in letzter Zeit stetig gewachsen zu sein. Die Lage ist perfekt an der Weser. Auf dem Stellplatz zahlt man 15, -€ und auf dem Campingplatz zahlt man 24, -€. Den Preisunterschied kann ich nicht ergründen. Die Entsorgung für Grauwasser liegt auf dem Campingplatz, ist aber ungeschickt. Eine Wand begrenzt die Länge und man entsorgt direkt am Waschhaus.
Lage: Wunderschön gelegen. Die barocke Altstadt mit toller Gastronomie ist in nur 10 Min. zu Fuß erreichbar. Ideal für Stadtbesichtigungen!
Platz & Service: Kombi aus Campingplatz und angrenzendem Stellplatz. Sehr herzlicher Empfang! Die Sanitäranlagen sind modern, sauber und ordentlich.
Versorgung: Kleiner Shop mit dem Nötigsten und Fritz-Berger-Artikeln (Retter in der Not!). Brötchenservice und Pizza auf Vorbestellung vorhanden.
Tipp: Alle Bereiche sind bequem online buchbar – spart Stress bei der Anreise.

Bad Karlshafen
Über die Facebook Gruppe Die Single Camper bin ich auf ein Treffen in Bad Karlshafen gestoßen. Wie so häufig war ich eigentlich zu spät dran, aber mit den richtigen Beziehungen kann man da noch was machen. Ja, richtig, Wilma hat das für mich organisiert. Wofür hat man eine Mutter.
Bevor die Tour aber starten konnte musste ich erst einmal tanken. Das habe ich am letzten Tag meines unfreiwilligen Urlaubes dann auch noch schnell erledigt. Ich war wieder bei Kath in Aldekerk und habe 23,9 l Gas für 0,99 € und 49,6 L Diesel für 2,23 € getankt. Bei den Preisen kann einem einfach nur schlecht werden. Umso besser das wir jetzt alle wieder Gasheizungen und Ölheizungen einbauen sollen. Das entspannt die Lage langfristig sicherlich.
Am Donnerstag den 02.04. hatte ich meinen zweiten Arbeitstag bei meiner neuen Firma und konnte um 16:30 Uhr starten. Das neue Unternehmen sieht das mit den Arbeitszeiten wieder so entspannt, wie ich das auch von den Firmen vor meinem letzten Arbeitsgeber kenne. Ich bin wirklich gut durchgekommen über die A42 / A2 / A1 / A44 und dann das letzte Stück auch entspannt über Land. Um 20.10 Uhr stand ich bei 92.583 km auf dem Campingplatz. Natürlich wollte ich Wasser aufnehmen und natürlich war der Schlauch 20 cm zu kurz. Irgendwas ist ja immer.
Jens, der das Treffen organisiert hat, hatte für uns die Gruppenwiese vor dem Osterfeuer gebucht, auf der wir frei stehen konnten. Zunächst war ich aber etwas überrascht, dass ich pro Nacht 24,-€ plus 3,-€ Kurtaxe zahlen musste. Der Stellplatz vor dem Campingplatz kostete nur 15,-€ plus 3,- € Kurtaxe. Da aber zwei Teilnehmer mit dem Wohnwagen angereist waren, kam der Stellplatz nicht in Frage.
KLEXi macht es sich in der zweiten Reihe zur Weser auf der Wiese bequem und ich versuchte vergeblich KLEXi in eine gerade Position zu bekommen. Die Gruppenwiese ist leider nicht begradigt. Dann hatte der Betreiber auch noch die gute Idee die Wiese frisch zu mähen. Jeder kann sich denken wie toll das mit dem Grass im Eingangsbereich vom Wohnmobil war. Aber Schwamm drüber, wofür gibt es Staubsauger.
Wir haben uns dann erst einmal im Vorzelt von Jens zusammengesetzt und ich durfte Anja, Heiko, Günther und Renate kennenlernen. Eine nette Gruppe mit viel Potential zum schnacken. Dementsprechend lange waren wir auch zusammen und so startete der nächste Morgen bei mir etwas verspätet. Nach einer ruhigen Nacht lief erst um 7:00 Uhr der erste Kaffee durch.
Gegen 10:00 Uhr sind wir dann zu viert auf eine 11,5 Km Wanderung gegangen. Da waren schon ein paar ordentliche Steigungen und auch ordentliches Gefälle mit dabei, aber die Aussicht von den Höhen in das Wesertal hat uns entschädigt. Dazu kam dann noch eine Fährfahrt über die Weser. Die Fähre wird hierbei nur durch die Strömung von einer Seite auf die andere Seite getragen. Und wir haben den Skywalk besucht auf dem wir eine tolle Aussicht auf den Campingplatz hatten. Alles in allem war es anstrengend aber schön. Zur Belohnung sind wir dann noch zum Dönermann in Bad Karlshafen gegangen. Den kann man wirklich empfehlen. Nachdem wir zurück kamen, haben wir uns vor dem Camper von Gudrun, die nachgekommen ist, zusammengesetzt und den Nachmittag verquatscht.
Während am Samstag noch alle schliefen haben Wilma und ich schon gefrühstückt und waren im Netto Markt einkaufen. Normalerweise gehe ich nur in den Netto bei Strafandrohung oder Lebensgefahr, ich mag den Laden einfach nicht, aber in Bad Karlshafen ist das quasi der einzige Supermarkt. Wir haben dann noch Bad Karlshafen besichtigt und an der Therme Dinge gesehen, die wir nicht sehen wollten. Irgendwie hatte das mit dem Sichtschutz nicht wirklich geklappt. Am späten Nachmittag haben wir dann zusammen gekocht und gegessen. In Summe ein lustig zusammengewürfeltes Essen, dass aber gut zueinander passte. Ich hatte übrigens den Knoblauchquark gemacht. Nur zur Sicherheit, falls da was anderes erzählt wird.
Das Osterfeuer startete dann gegen 18:00 Uhr und ging bis ca. 23:00 Uhr. Ganz genau konnte ich das Ende nicht bestimmen. Da lag ich schon mit Silikonstöpseln im Ohr im Bett. Scheinbar war der halbe Ort bei Osterfeuer und wir hatten quasi Logenplätze. Leider wuselte dann aber auch viel Volk um die Camper herum, da wir quasi in der Zufahrt zum Feuer standen.
Der Sonntag startet mit dem Geruch von Feuer in der Nase. Zum Glück nur außerhalb des Wohnmobils. Wir haben es dann ruhig angehen lassen und sind auf besonderen Wunsch einer Einzelperson erst um 11:00 Uhr gestartet. Das war aber auch ein Riesenglück für Günther und Jens. Die zwei Zelte des Veranstalters standen noch. Wir saßen schon auf den Rädern, als plötzlich eine Windböe beide Zelte anhob und in die Richtung der Wohnwagen schob. Mir vereinten Kräften haben wir es dann geschafft die Zeltwände von den umgeschlagenen Zelten zu lösen und alles auf dem Boden zu sichern.
Es war dann eine 47 km Radtour nach Höxter und wieder zurück mit einem kleinen Zwischenstopp im Pier1. Auf der einen Weserseite hoch und auf der anderen Weserseite zurück. Zum Abschluss des Tages waren wir dann noch beim Italiener Essen. Die Bewertungen für das Restaurant vielen unterschiedlich aus. Ich war mit den Gnochi zufrieden, aber Pizza sollte man nur bestellen, wenn man weichen Boden mag. Anschließend haben wir uns bei Jens über das Campen ausgetauscht.
Nachdem die vorherigen Tage immer ein Wechsel von Sonne, Wind und Wolken war, startete der Montag mit klarem Himmel und Sonne. An diesem Morgen wurde mir das erste Mal klar, dass ich ordentlich Farbe im Gesicht bekommen habe. Wir starteten dann bei bestem Wetter gegen 9:00 Uhr in Richtung Entsorgung. Nach einer staufreien Fahrt stand KEXI um 12:45 Uhr bei 92.841 Km wieder @Home.
Während des Treffens habe ich gelernt, dass jeder so sein Päckchen mit dem Campen zu tragen hat. Bei dem einem ließ sich das Bett nicht mehr rauf und runter fahren, bei dem anderen wurde der Wasserhahn undicht usw. Das Ganze gehört irgendwie zu dieser Freizeitbeschäftigung dazu.
Bilder von der Tour findet ihr hier.






