Gepostet am: 5. Mai 2026
Geschrieben von: Dirk Schmitz
Kategorie: Campingplatz, Niedersachsen, Tanken
Vorwort
30.04. - 02.05.2026
Das Campertreffen Deutschland am Silbersee wurde mir mehrfach hoch angepriesen. Also wollte ich auch einmal dabei sein.
Der Campingplatz
Der Wohnmobilstellplatz ist auf dem Parkplatz am Verwaltungsgebäude des Zelt- und Stellplatzes, welches jedoch zur Zeit nicht genutzt wird. Etwa 100m entfernt auf dem Gelände ist der Silbersee Wehdel, ein Heidesee der zum Baden einlädt. Außerdem gibt es dort für die Kleinsten einen Spielplatz, einen Basketball- und Volleyballplatz sowie ein großes Toilettenhaus, welches jedoch nur unregelmäßig gereinigt wird. Der Badesee ist kostenlos zugängig. Die angrenzende Minigolfanlage ist an den WoEnden geöffnet und auch nach Voranmeldung. Das Café hat an den WoEnden geöffnet mit Kaffee und selbstgemachtem Kuchen/Torten.

Schiffdorf
Über die Facebook Gruppe „Campertreffen in Deutschland“ bin ich auf das Treffen in Schiffdorf aufmerksam geworden. Auch wenn es nach Bremerhaven recht weit ist, wollte ich mir das einmal ansehen. Also ist es am Donnerstag um 12:00 Uhr los gegangen. Ich musste noch ein paar Überstunden los werden und so konnte ich früher starten.
Zunächst wollte, nein musste, ich den Tankrabatt unserer Bundesregierung testen. Die Clever Tanken App bescherte mir dann in Alpen tatsächlich eine Tankstelle die 0,10 € günstiger war als die Jet. Das Minimum am Automaten waren jedoch 140,-€. Bei 2,21 € je Liter wurde der Tank also nicht einmal voll. Danke Mr. Orange No. 1 für dieses tolle Geschenk aus Amerika.
Es ging dann über Wesel auf die A31 / A28 / A293 / B211 / B212 nach Schiffdorf. Ich hatte zwischendurch immer wieder Schiss vor der Weserfähre zu stehen. Zum Glück ging es aber durch den Wesertunnel und war somit halb so wild. Das letzte Stück hat sich allerdings echt gezogen. Um 17:50 Uhr kam ich auf dem Platz an und wurde eingewiesen. Auf dem Platz standen viele Kleingruppen in Wagenburgen zusammen. Keine Ahnung wie das vom Brandschutz her gehen sollte aber es wurde einfach so gemacht. Wir standen mit vier Wohnmobilen und einem Wohnwagen auf einer dreier Parzelle.
Eigentlich hatte ich mich auf die angepriesene Gulaschsuppe gefreut, aber ich wurde zum Abendessen in der Gruppe genötigt. Ich wurde von den Organisatoren in eine Gruppe mit Wilma und einem Pärchen gesteckt, die ich schon von einem privaten Treffen kannte. Beim letzten aufeinandertreffen war das nicht ganz harmonisch verlaufen aber diesmal lief es für alle Seiten besser. Es gab Nudeln, Lachs, Hähnchengeschnetzeltes aus dem Omnia und eigentlich war das richtig gut. Mir wurde dann aber noch erzählt, dass die Suppe scharf, lecker und günstig gewesen war. Ich war hin und her gerissen zwischen „War doch lecker.“ und „Hättest du mal lieber“. Man kennt das.
Im Anschluss folge der Tanz in den Mai auf dem Platz. Gute Musik, vereinzelte Tänzer und immer wieder Kleingruppen die sich schon kannten und aufeinander Hockten. Keine Chance mit den Leuten ins Gespräch zu kommen. Lediglich mit Jens, einem aus dem Orga Team bin ich ins Gespräch gekommen. Hömma der kommt als Gelsenkirchen wech und is da freiwillich wech zu de Fischköppe. Unfassbar! Ich war aber ziemlich platt von der langen Fahrt und habe mich dann vor Mitternacht in die Horizontale begeben.
Am Freitag sollte die Gasabnahme stattfinden. Also hieß es warten am Platz auf den Gasprüfer. Also haben wir uns auf dem Platz herumgetrieben und den See neben dem Platz besichtigt. Hier kann man schwimmen und mit dem Sub auf das Wasser gehen. Nach einigem hin und her hat es der Gasprüfer dann geschafft. Zwei neue Gasschläuche für 90,-€, ein neues Gasheft für 5,-€ und die Gasprüfung für 35,-€ ließen den Kontostand sinken. Aber die Prüfung muss nur alle zwei Jahre gemacht werden, das Heft kommt nur alle vier Jahre neu und die Schläuche nur alle 10 Jahre. Also alles noch im Rahmen.
Die lange Warterei am Platz hat allerdings echt genervt. Für mich wäre das keine Option für das nächste Mal. Ich bin nicht der Typ der den ganzen Tag am Platz sitzt und nur mit anderen quatschen will. Also haben Wilma und ich im Anschluss die Räder genommen und sind 56 km durch die Felder geradelt. Durch das späte wegkommen haben wir dann allerdings das Essensbuffet verpasst. Stattdessen waren wir unterwegs bei einem Oldtimer Museum essen. Es gab SchniPo und das war echt gut. Allerdings tat mit auch der Popertes ein wenig weh nach der langen Tour.
Am Freitag kann man sich bei dem Treffen immer für Spanferkel/Putenkeule/Rindebraten anmelden. Zusätzlich kann jeder auf einen langen Buffettisch etwas drauf stellen und sich dann im Anschluss auch von allen Sachen auf dem Tisch bedienen. Ich bin bei so etwas ja immer etwas empfindlich. Vielleicht auch durch Sandra geprägt. Ich kenne genug Menschen die mit den Fingern an das Essen gehen, die den Löffel vom Abschmecken auch zum umrühren verwenden oder wo die Haustiere bei der Zubereitung helfen. Ich kann da drüber weg sehen, muss es aber nicht haben.
Bei dem Campertreffen waren viele Paare unterwegs, oder Gruppen die sich schon kannten. Also nicht viele Möglichkeiten neue Menschen kennen zu lernen. Aber eventuell stand ich auch an der falschen Stelle auf dem Platz. Bei letzten Treffen in Sonsbeck war die Gruppe kleiner und man musste sich zwangsläufig miteinander beschäftigen. Das fühlte sich für mich besser an.
Für Samstag hatte ich dann vorsorglich in die Messenger Gruppe eingetragen, dass wir um 10:00 Uhr mit dem Rad nach Bremerhaven wollten. Wenn ich schon hier war wollte ich auch Fisch haben. Wir waren dann zu fünft die nach Bremerhaven wollten. Einer der Mitreisenden kam aus der Ecke und drängte sich auf die Tour zu leiten. Ich fand das eine gute Idee mal einfach hinterher zu fahren. Aus der entspannten Tour wurde dann eine zügige Anreise immer knapp über 20 Km/h. Aber ich habe mich nett mit zwei Mitreisenden unterhalten auf den 19 km nach Bremerhaven. In Bremerhaven haben wir uns dann getrennt und Wilma und ich sind erst mal bummeln gegangen.
Der Rest der Gruppe wollte in Halle 10 Fisch essen gehen. Aber wie ich später erfahren habe hat sich der Rest der Gruppe auf dem Weg vom Guide getrennt und sind alleine weiter gezogen. Wir hatten bei Fiedlers ein leckeres Matjesbrötchen und haben anschließend Tunfisch Steaks und Lachs zum Grillen mit genommen. Auf dem Rückweg hat uns Komoot eine tolle Strecke zurück geführt. Ich fand die besser, als die Strecke bei der Anreise.
Am späten Nachmittag begann dann bei den anderen der Abbau und die Vorbereitungen der Abreise. Das war eine komisch angespannte Stimmung zwischen den Paaren und für mich nochmal die Bestätigung, dass Camping für mich Minimalismus ist. Wenn ich im Sommerurlaub drei Wochen auf einem Platz stehe kann ich auch Markise , Sonnenschutz usw. aufbauen. Aber für ein Wochenende fast zwei Stunden für den Abbau zu brauchen macht mich kirre.
Der Tunfisch wurde scharf angebraten, mit Sesam bestreut und dann mit ein bisschen Sojasauce beträufelt. Den Lachs habe ich mit Rosmarin, Meersalz und Olivenöl in Alufolie gemacht. Es gab nur positive Aussagen zu der Zubereitung. Wir haben dann noch lange gesessen und gequatscht bis es zu kühl wurde. Ein schöner Abschluss für das Wochenende.
Der Sonntag morgen startete früh mit einer leeren Gasflasche. Zum Glück schaltet das System automatisch um. Nach einem Kaffee habe ich dann noch die Entsorgung besucht und um 7:30 Uhr bin ich vom Platz gerollt. KLEXi hatte aber erneut Durst und für 2,11 € gingen wieder ungefähr 50 Liter rein. Der Rückweg ging diesmal komplett über die Autobahn und lediglich auf der A2 gab es einen Stau an der Stelle wo die A3 in der Baustelle auf die A2 trifft. UM 13:00 Uhr stand ich bei 93.789 km wieder @Home.
Das Treffen war für mich sehr durchwachsen. Es gab viele tolle Momente mit Menschen die ich bereits kannte. Aber es ist sehr schwer in die vorhandenen Gruppen rein zu kommen.
Bilder vom Trip gibt es hier.





