Gepostet am: 23. März 2026

Geschrieben von: Dirk Schmitz

Vorwort

19.03. - 21.03.

Nachdem seit 05-2025 immer irgendwas nicht wie geplant geklappt hat, lief es hier mal echt rund.

Der Campingplatz

Verbringen Sie die Nacht mit Ihrem Wohnmobil in Zeeland. Unser Wohnmobilstellplatz mit Selbstbedienung liegt am Fuße des Brouwersdam, in der Nähe von Scharendijke, Ouddorp und Renesse und ist ganzjährig geöffnet. Camperplaats Brouwersdam bietet Platz für 83 Wohnmobile mit einer Länge von bis zu 13 Metern! Wir befinden uns am Anfang des Brouwersdam zwischen dem Grevelinger See und der Nordsee in Zeeland. Das gemütliche Dorf Scharendijke und der Strand sind vom Wohnmobilstellplatz aus zu Fuß zu erreichen. Ihr Hund ist bei uns willkommen, sofern er an der Leine geführt wird.

  • Kuijerdamseweg 39, 4322 NM Scharendijke Niederlande
Camperplaats Brouwersdam

Brouwersdam

Durch eine Bekannte aus Facebook habe ich erfahren, dass Sie das Wochenende am Brouwersdam ist. Also habe ich mir das angesehen und wollte auch mal da hin. Und irgendwie lief es diesmal ohne die üblichen Hemmnisse. Sollte die Pechsträhne tatsächlich mal abreißen?

Nachdem ich am Dienstag einen neuen Arbeitsvertrag zum 01.04.2026 unterschrieben habe, war die Woche geprägt von Abstimmungen und Austausch von Daten. Die entstehende Aufbruchstimmung tat mir aber mal wieder gut, nach den vielen Rückschlägen der letzten Monate. Gefühlt geht es mal wieder vorwärts und diesmal verlasse ich mich nicht auf die Aussage eines Bekannten sondern habe mir selber ein Bild gemacht.

Am Mittwoche Abend stand noch das Taiso Training an und ab Donnerstag morgen hatte ich nichts mehr zu tun. Also wollte ich es Donnerstag ruhig angehen lassen und dann in Richtung Niederlande starten. Gesagt, getan. Um 8:40 Uhr atmete KLEXi tief durch und wir rollten in Richtung Aldekerk zum einkaufen. Im Anschluss wollte ich dann noch tanken und die Aral zeigte 2,25 € pro Liter Diesel an. In einer Nebenstraße in Aldekerk ist eine freie Tankstelle, die ich dann auf Verdacht angefahren habe. Keine 500 Meter von der Aral entfernt habe ich dann für 2,09 € je Liter (70,5 l) getankt. Immer noch ein Witz aber das erste Highlight der Tour.

Ich bin dann in Kempen auf die A40 und dann ab Richtung Norden. Erstaunlicherweise lief es in den Niederlanden ohne Staus richtig gut. Das letzte Stück geht über eine Stunde lang über Landstrasse. Dort war es dann das erste Mal ein bisschen holprig, da einige LKW mit 80 Km/h unterwegs waren. Nach drei Stunden Fahrzeit stand ich um 12:15 Uhr bei 92.063 km auf dem Stellplatz. Ohne Stau morgens durch die Niederlande war schon fast das zweite Highlight.

Die Anmeldung auf dem Platz erfolgt über die Website oder ein Terminal vor dem Platz. Das war echt easy und ging zügig. Mit allem drum und dran habe ich 23,94 € pro Nacht bezahlt. In der Stellplatz App hatte ich für mich 37,-€ war genommen. Also günstiger als erwartet, die Dopaminschübe machten mich ganz wuschig :-). In dem Preis ist alles enthalten außer den Duschen. Dafür muss man für 1,50 € Duschmünzen kaufen.

Ich habe mich dann auf meine geschotterte Parzelle gestellt, den Campingstuhl aufs Gras gepackt und erst mal durchgeatmet. Nach einem Mettbrötchen blieben meine Augen verträumt an der Sonne kleben. Es könnte sein, dass ich eingeschlafen bin, Beweise gibt es dafür aber nicht. Aber das erste Sonnenbad des Jahres war einfach toll. Ich stand im Windschatten und konnte da locker im T-Shirt sitzen. Und irgendwie habe ich den Tag nur rumgedöst. Geil!

Der Freitag morgen startete um 7:00 Uhr mit meinem verpeilten Stellplatznachbar, der zu blöd war, die Alarmanlage seines Campers zu deaktivieren bevor er die Seitentüre aufmacht. Und ganz wichtig für alle mitlesenden Laien, beim starten eines Campers sollte man auf jeden Fall ordentlich Gas geben. Das kalte Öl soll sofort erfahren woher der Wind weht. Zum Glück saß ich eh schon mit einem Kaffee im Bett aber es war mal wieder lustig zu sehen, wie viele Deppen da draußen rum fahren.

Über das Bugfenster zeigte sich schon die Sonne und lud zu einem tollen Tag ein. Auf dem Platz hier habe ich dann ein neues Prozedere kennengelernt. Morgens fahren ganz viele Camper vom Platz runter und suchen sich einen Platz direkt am Damm. Und am späten Nachmittag oder Abend komme die dann alle zum schlafen wieder auf den Stellplatz zurück. Da der Platz eine Schranke mit Kennzeichenerkennung hat und der gebuchte Platz bis 15:00 Uhr reserviert bleibt, ist das echt eine interessante Variante. Bei meinem nächsten Besuch will ich das auch mal so ausprobieren.

Ich habe dann eine Radtour hin und zurück über den Damm, mit einem Abstecher nach Renesse, gemacht. Die 41 Km mit leichtem Gegenwind auf der Hin Tour haben echt Spaß gemacht. Ich wollte dann in Renesse ein paar Fritten essen, aber der Wagen hatte seinen Platz noch nicht bezogen. Direkt am Stellplatz ist dann aber auch eine Frituur und ich konnte meine Pommes Spezial in der Sonne genießen. Die Pommes waren gut und reichlich.

Auf dem Platz zurück wollte ich dann meinen Platz verlängern. Der war dann aber schon belegt und so musste ich kurz umparken. Da der Stellplatz 83 Plätze hat war das echt kein Hemmnis. Den zweiten Nachmittag habe ich dann auch in der Sonne „verpennt“. Nachdem es dann zu kalt wurde um draußen zu sitzen, habe ich mit Hilfe des W-Lan Verstärkers, ein bisschen auf Netflix geschaut. Wie schon mehrfach festgestellt ist die Satellitenschüssel nur Ballast. Ich musste aber auf diesem Tripp feststellen, dass ich wieder ein Buch brauche, damit ich weniger am Handy hänge.

Für den Samstag hatte ich geplant morgens mit KLEXi zum Damm zu fahren und dort zu frühstücken. Bis 15:00 Uhr wollte ich dann am Damm bleiben und dann nach Hause fahren. Denn Sonntag Morgen ab 8:00 Uhr musste ich ja als Referent auf der Judomatte stehen. Um 7:00 Uhr zeigte sich der neue Tag aber in dichtem Neben und sehr frisch. Ich habe es dann mal ganz langsam angehen lassen, aber bis 10:00 Uhr hatte sich der Nebel immer noch nicht verzogen. Also habe ich mich um 10:20 Uhr auf den Rückweg gemacht. Das Navi hatte wieder mal neue Ideen und führte mich über Rotterdam auf die A57 und dann nach Hause. Um 13:30 Uhr stand ich dann bei 92.311 km wieder @Home.

Schon auf de Hinfahrt hatte ich das Gefühlt, dass KLEXi wieder laut geworden ist. Also habe ich nach dem Öl geschaut und es fehlten über 2 Liter Öl. Schon verwunderlich wenn man überlegt, dass der ja gerade erst in der Inspektion war.

Bilder von der Tour findet ihr hier.