Gepostet am: 18. Oktober 2026

Geschrieben von: Dirk Schmitz

Kategorie: NRW, Sauna, Stellplätze

Vorwort

15.10. - 17.10.2026

Auf dem Wetterradar sah es hier trocken aus. Aber irgendwie wollte das Wochenende nicht so klappen.

Der Campingplatz

So stelle ich mir einen Stellplatz vor. Ein einfaches System zum einchecken. Ausreichend große Parzellen. Eine sinnvolle Versorgung und Entsorgung. Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe und hier als Bonus noch das Schwimmbad mit Sauna nebenan. Abzüge gibt es lediglich für die A 43, die man deutlich hören kann und das fehlende WLAN.

  • Nordlandwehr 99, 48249 Dülmen
Stellplatz am düb-Freizeitbad Dulmen

Dülmen-Hausdülmen

Eigentlich wollte ich zur See und mal wieder Fisch essen. Aber das Wetterradar zeigte an der Küste nur Regen an. Also habe ich mich für Dülmen-Hausdülmen entschieden. Hier wollte ich ein bisschen Rad fahren und die Gegend erkunden.

Um 15:00 Uhr ging es los und ich startete über die Autobahn in Richtung Dülmen. Beim Wechsel von der A42 auf die A2 habe ich die Entscheidung schon wieder bereut. Das sind schon fast niederländische Verhältnisse bei einem Autobahnwechsel. Ohne Stau geht es nicht. Auf den üblichen Wegen ging es dann auf die A43 und schon war ich in Dülmen.

Der Platz hat an der Einfahrt einen großen Barcode, über den man sich anmelden kann. PayPal-Daten eingeben, Adresse ergänzen und schon steht man für 14,50 € pro Nacht auf einer ausreichend großen Parzelle. Strom kostet extra, aber den brauche ich ja nicht. Die Plätze haben jeweils eine futuristisch anmutende Säule, die farblich markiert, ob der Platz belegt oder frei ist. Man könnte also auch zwischendurch wegfahren und wiederkommen.

Um 16:45 Uhr erstarb der Motor bei 99.142 km. Und irgendwie war ich platt. Das Schwimmbad bietet einen Drei-Stunden-Tarif für die Sauna an, aber irgendwie konnte ich mich nicht aufraffen. Keine Ahnung, warum, aber meine Energie für die Woche war komplett verbraucht. Ich war dann noch kurz zu Fuß bei Edeka einkaufen, habe etwas zu Abend gegessen und war anschließend auch schnell im Bett.

Am Freitag wollte ich dann eigentlich mit dem Rad eine Tour starten. Aber die Sonne kam raus und ich konnte mich in die Sonne setzen. Der Körper holt sich, was er braucht. Mein Körper brauchte Ruhe, die Energie der Sonne und eine Mütze voll Schlaf. Ich habe also den Vormittag in der Sonne verpennt, statt Rad zu fahren.

Am Nachmittag zog es sich dann schon wieder zu und ich verzog mich mit Musik und einem Buch ins Wohnmobil. Bis es klopfte. Wat denn nu? Meine Nachbarin stand vor dem KLEXi. Sie hatte ihren Fahrzeugschlüssel in die Heckgarage gelegt und diese abgeschlossen. Sie kam zwar noch ins Wohnmobil, aber nicht mehr an den Schlüssel. Sie fragte, ob wir mal meinen Schlüssel ausprobieren könnten. Die Wahrscheinlichkeit war sehr, sehr gering, aber wir schauten nach.

Es klappte natürlich nicht. Anschließend haben wir versucht, von innen durch das Lattenrost des Bettes den Schlüssel zu angeln. Ein weiterer Nachbar kam noch dazu und schon war aus Panzertape, einem Haken und zwei Stöcken eine Konstruktion gebaut, mit der der Schlüssel geborgen werden konnte.

Der Samstag startete mit Regen und es blieb bis 10:00 Uhr nass. Die Wetteraussichten zeigten weiteren Regen an. Und irgendwie war ich eh nicht in der besten Stimmung. Am Vortag hatte jemand in einer der Facebook-Gruppen geschrieben, dass es ja total toll wäre, allein unterwegs zu sein, und dass er auch niemanden zum Glücklichsein bräuchte. Genau … Deswegen schreibt man einen solchen Beitrag auch in eine Single-Camper-Gruppe bei Facebook.

Um es mit den Ärzten zu sagen: „Schrei nach Liebe“. Ich vermisse weiterhin die Gesellschaft und den Austausch. Nicht, weil ich nicht allein sein kann, sondern weil ich es liebe, mich mit den richtigen Menschen zu verbinden.

Kurz gesagt: schlechte Stimmung und schlechtes Wetter, ergo Abreise.

Vorsorglich hatte ich eh nur bis Samstag gebucht. Über Land ging es dann nach Hause, und das war schon fast angenehmer zu fahren als über die Autobahn. In Wesel war ich dann noch einmal hin- und hergerissen, ob ich dort nicht noch eine Nacht bleibe, bin dann aber doch nach Hause gefahren und habe mich in die Sauna gesetzt.

Um 12:30 Uhr stand KLEXi bei 99.231 km wieder @Home.