Vorwort
29.10. - 01.11.2026
Ein Campertreffen in Hellenthal mit einem interessanten Ende.
Der Campingplatz
Schöner, ruhig gelegener und sicherer Stellplatz auf einem privatem Pferdehof in 53940 Hellenthal / Unterschömbach 7, in der Eifel am Rande des Nationalparks Eifel. Ideal für Wanderungen und Radtouren in den nahen Wäldern und im Nationalpark. Auch sind viele sehenswerte alte Burgen in der Umgebung. Weitere Sehenswerte Punkte sind das Wildfreigehege und die Talsperre in Hellenthal.

Hellenthal
In der Single-Camper-Gruppe bei Facebook wurde ein Halloween-Treffen in Hellenthal ausgeschrieben. Ich freute mich auf viele Single-Kontakte und ein schönes Wochenende. Meine Erwartungen wurden weit übertroffen.
Am Donnerstag ging es um 14:30 Uhr los. Ein paar Überstunden wollten abgebaut werden und so ging es erst einmal nach Aldekerk zum Tanken und Einkaufen. Das Tanken brachte mich fast wieder zum Weinen. 82,88 Liter für 2,25 € und 25,3 Liter Gas für 1,07 €. Also mal eben 214,- € für das Wochenende hingelegt. Aber das Wochenende sollte mir viel zurückgeben.
Ich wollte dann über die A40 auf die A61, aber die Anfahrt gestaltete sich aufgrund zahlreicher Sperrungen zwischen den beiden Autobahnen abenteuerlich. Im Nachhinein wäre ich dann doch besser über die Niederlande oder direkt in Richtung Köln gefahren. Als ich endlich auf der A61 war, lief es aber glatt. Über die A1 ging es dann weiter und das letzte Stück führte über Landstraßen zum Platz.
Es war noch hell, als ich ankam und mir einen Platz bei der Gruppe aussuchte. Anschließend saßen wir gemütlich am Lagerfeuer und schauten dem KVH beim Brennen zu. Der Betreiber hatte der Gruppe eine Gitterbox mit Holz zum Verbrennen verkauft. Das half dann gegen die aufziehende Kälte.
Der Freitag startete kühl bei 8 Grad und die Heizung hatte ordentlich zu tun. Nun konnte ich mir zum ersten Mal den dreigeteilten Platz ansehen. Es gab drei „Premium“-Plätze auf einer gepflasterten Fläche direkt am Haupthaus, eine große Fläche an der hinteren Einfahrt zum Platz, die direkt an der Straße lag, und eine kleinere Fläche, auf der die meisten Camper unserer Gruppe standen.
Die beiden Rasenflächen waren sehr uneben, aber der Betreiber hatte unten schon Keile stehen. Mit meinen Hubstützen interessierte mich das aber ohnehin nicht. Ich stand ja gerade. Die Einfahrt zum unteren Teil des Stellplatzes, auf dem der größere Teil der Gruppe zusammenstand, war stark abschüssig und eng. Aber KLEXi passte gut durch die Zufahrt. Leider konnte man das angebotene WLAN zwar aufrufen, aber es gab die ganze Zeit keine Internetverbindung, da die Bandbreite vermutlich nicht ausreichte. Duschen, Sauna usw. hatte ich ohnehin nicht genutzt. Ich will ja autark stehen.
Mit Ralf und Wilma machte ich dann eine 14-km-Wanderung und wir mussten einige Höhenmeter erklimmen. Das war anstrengend, machte aber viel Spaß. Am Nachmittag saßen wir am Feuer oder im Unterstand und quatschten, bevor am Abend alle zum Feuer kamen. Es waren drei Pärchen, drei einzelne Frauen und sechs einzelne Männer da. So viel mal zum „Single-Treffen“. Als dann am Feuer auch noch Küsschen ausgetauscht wurden, war das Ganze schon ein bisschen komisch.
Am Samstag brachen wir drei erneut zu einer Wanderung auf. Der Weg war diesmal sehr abenteuerlich, aber schön. Im Anschluss bezahlten wir beim Betreiber. 53,50 € für das Wochenende, wobei er jedem Gast 5,- € für das Holz berechnete. Die Zusatzleistungen wie Strom, Dusche usw. hatten wir alle drei nicht genutzt. Man konnte bar oder mit PayPal bezahlen. Ich war mit 16,16 € pro Nacht für den Platz mehr als fein.
Am Abend machten wir dann ein Buffet, aßen zusammen und tranken am Feuer noch etwas. Es war gemütlich und ich hatte gute Unterhaltung.
Am Sonntagvormittag räumte ich mich und KLEXi auf, verabschiedete mich und gab noch eine Bewertung bei Google und in der Camping-App ab. Dann ging ich die Toilette reinigen und wollte nach der Grauwasserentsorgung fragen. Die Chemieentsorgung befand sich bei den gepflasterten Plätzen. Dort sprach mich dann der Betreiber auf meine Bewertung an. Als ich erklärte, dass ich vier von fünf Sternen für angemessen hielt, weil das WLAN nicht funktionierte, erteilte er mir Hausverbot. Ich war echt geschockt von seinem Ton und seiner Reaktion.
Gegen 10:00 Uhr reiste ich dann ab und machte mich auf den Weg in Richtung Heimat. Nach einem Zwischenstopp in Köln war ich um 14:00 Uhr zu Hause. Der Tacho von KLEXi zeigte 99.865 km.
Erkenntnis des Wochenendes:
- Auf einem Single-Treffen knutschen auch Paare.
- In der Eifel ist es Ende Oktober kalt.
- Kritikfähigkeit ist nicht bei jedem Menschen gegeben.




