Gepostet am: 10. Oktober 2026
Geschrieben von: Dirk Schmitz
Kategorie: Campingplatz, Rheinland Pfalz, Tanken
Vorwort
01.10. - 04.10.2026
Aus der Facebook Gruppe heraus gibt es wieder ein Treffen. Diesmal in Bad Ems auf dem Campingplatz.
Der Campingplatz
Man steht auf Rasen, oder auf kleinen Betonflächen. Der Campingplatz hat mehrere rein parallel zum Fluss. Ich hatte das Glück, direkt vorne am Fluss zu stehen, was einen super Ausblick ermöglicht. Auf der einen Seite des Platzes ist die Landstraße, auf der anderen Seite des Platzes ist die Bahnstrecke. Beides war geräusch technisch aber okay. Wasseranschluss ist am Platz verfügbar. Strom gibt es gegen Aufpreis. Grau Wasser Entsorgung ist nicht so toll. Es sind einfach Gitter bei den Wasserentnahme stellen. Chemie Klo gibt es draußen an der Einfahrt des Platzes. Für 20 € pro Nacht. War das für mich vollkommen okay

Camping Bad Ems
In Bad Ems war ich schon einmal, damals allerdings auf dem Stellplatz an der Marina. Diesmal sollte es der Platz Camping Bad Ems werden. Jens von den Single Campern hatte das Treffen organisiert.
Es geht ums Gummi
Bevor es jedoch losgehen konnte, war erst mal wieder etwas bei KLEXi zu tun. Bei der letzten Tour war mir ja aufgefallen, dass das Gummi am Kühlschrank unten einen Riss hatte. Dass der Kühlschrank vereist, ist zu erklären, wenn er Luft zieht. Also habe ich mich schlaugemacht, wer mir denn die Gummis tauscht und dabei eventuell direkt die SAT-Anlage mit repariert. Ja, ich weiß, ich brauche die nicht, aber es nervt mich trotzdem, dass etwas defekt ist.
KLECamp hat den Vertrag mit Oyster gekündigt – warum wohl? Und bei van Bebber wäre der erste Termin Ende November gewesen. Für jemanden mit meinem Geduldsfaden ist das ja genau das Richtige. Also habe ich gesucht und bin fündig geworden. Bei einem Ersatzteilshop im Internet kann man die Gummis original von Dometic bekommen. Und beide Gummis zusammen waren dort so teuer wie das Kühlschrankgummi beim Händler. Nachdem die Teile geliefert worden waren, war der Austausch schnell gemacht. Bei meiner Dometic-Kombi ist das Gummi nur gesteckt, bei älteren Modellen wohl geklebt. Da ist das eine größere Sauerei.
Endlich weg hier
Am Donnerstag ging es dann um 16:00 Uhr los. Natürlich erst einmal tanken. KLEXi hatte Durst, und 74,6 Liter später war ich bei 2,31 € pro Liter wieder etwas frustriert. Nicht über den Preis, sondern darüber, dass sich hier Konzerne aus der Situation heraus die Taschen vollmachen und unsere Regierung nix tut. Nachdem der Motor wieder brummte und die Musik lief, ging es recht schnell weiter.
Ich hatte mich für den Weg über die A40 – B221 – A61 entschieden, um nicht an Köln vorbei zu müssen. Erst mal eine gute Wahl. Bis ich auf der A40 zu spät merkte, dass die Abfahrt Straelen gesperrt ist und man nicht auf die B221 kommt. Zum Glück kommt danach noch die Abfahrt ins Gewerbegebiet, ansonsten hätte ich über die Niederlande fahren müssen. So habe ich dann auch die Tankstelle gefunden. Eine typische LKW-Fahrer-Tankstelle. Beim Reinkommen konnte ich schon Oppa mit der Buddel anne Theke lehnen sehen. Und die Auslagen waren warm und deftig.
Endlich auf der A61 angekommen, ging es dann aber auch flüssig weiter. Hinter Köln wurde es noch mal ein bisschen ruckelig, als die A1 dazukam, und dann war es aber auch gut. Auf der A61 wollte ich dann irgendwo mal eine Bio-Pause einlegen, aber alle Rastplätze waren brechend voll. Teilweise standen die LKW in der Einfahrt, und man konnte den Rastplatz gar nicht anfahren. Als ich von der A61 runter war, gehörte der erste Rastplatz mir.
Um 19:30 Uhr, also schon in der Dämmerung, erreichte ich den Platz und versuchte mich anzumelden. Auf die Klingel wurde nicht reagiert, und die Frau am Telefon habe ich nur bruchstückhaft verstanden. Irgendwann kam dann ein kurzer Mann, und ich konnte mich anmelden. Also habe ich ihm, wie aufgefordert, 60 € für drei Nächte in die Hand gedrückt. Er schien irgendwie enttäuscht, dass er mir keinen Strom anschließen durfte. Ich wurde dann von Jens, Wolfgang und Anja auf meinen Platz eingewiesen, und bei 98.832 km stoppte der Motor für diesen Tag.
Wir haben dann noch zusammengesessen und uns ein wenig ausgetauscht. Aber so richtig mitbekommen habe ich nicht viel. Der Freitag startete um 7:00 Uhr mit Kaffee im Bett und eingeschalteter Heizung. Vor dem Frühstück habe ich dann mal eben den Gefrierschrank vom groben Eis befreit. Wir fuhren dann mit dem Auto nach Limburg und haben uns dort die Kapelle, den Campingplatz und die Burg angesehen. Das war alles ganz nett, aber in Limburg war ich halt auch schon mit Sandra. Gegen späten Nachmittag kamen dann noch Heiko und Günther, und zu meinem Erstaunen waren wir damit vollständig.
Am Freitagabend gab es dann beim gemeinsamen Grillen viele Optionen für den Samstag. Koblenz, Bad Ems, Töpfermarkt, Ehrenbreitstein, Deutsches Eck usw. Aber irgendwie fand sich nicht wirklich ein Konsens in der Gruppe. Für mich war die wichtigste Erkenntnis des Abends, dass der neue Becherhalter am Stuhl super funktioniert hat. Am Samstagmorgen herrschte Ruhe auf dem Platz. Irgendwie war keiner wach. Ich wollte mich aber bewegen, also hatte ich mir zunächst eine Radtour nach Nassau ausgemalt. Da die Route aber ein bisschen unklar war, habe ich mich dann zu einer Wanderung durchgerungen.
Komoot war zwar an, aber nur zum Aufzeichnen. Ich bin einfach mal ohne Führung losgelaufen. Sandra hätte es geliebt – bis zu dem Punkt, an dem ich den Abzweig verpasst habe und dann einen kleinen Umweg durch einen alten Weinberg machen musste. Wunderschön zu laufen und eine tolle Aussicht. Aber Weinberge liegen nun mal nicht im Tal. Mehr möchte ich an der Stelle nicht dazu sagen. Aus den geplanten 8 km sind dann auch 15 km geworden. Aber es hat echt Spaß gemacht. Selbst die gereizte Achillessehne machte keinen großen Ärger. Nassau selbst war ganz nett, um es mal zu sehen. Früher war auch dieser Ort, wie Bad Ems, ein blühendes Städtchen. Jetzt sieht man nur noch den Glanz vergangener Jahre.
Zurück am Platz musste ich dann aber mal die Füße entspannen, und die Augen entspannten gleich mit. In der Sonne vor dem Wohnmobil eingeschlafen. Günther hat vorher noch ein Bild mit seiner Uralt-Fototechnik von mir gemacht. Schwarz-Weiß, nur mit Deckel ab und wieder drauf. Erstaunlich, wie das geht und was für tolle Ergebnisse das gibt. Für jemanden, der auf Retro-Bilder steht, sicherlich eine gute Adresse. Ansonsten machte an dem Samstag irgendwie jeder, was er wollte. Am späten Nachmittag saßen wir dann mit einem Teil der Gruppe noch mal zusammen, um zu essen und zu quatschen.
Ich hatte allen am Samstagabend schon angekündigt, dass ich am Sonntag recht früh abreisen wollte. Anja und Mario hatten sich gemeldet und gefragt, ob ich nicht auf dem Rückweg in Neuwied vorbeikommen würde. Um 6:00 Uhr startete die Heizung, und um 6:30 Uhr saß ich schon im Bett und habe eine Liste gemacht, was ich nach der Tour alles in KLEXi machen muss. Irgendwie ist das mit den Listen so ein beruflicher Fetisch. Ich habe mir echt Zeit gelassen, da ich es grausam finde, wenn die Leute um 6:00 Uhr lautstark abreisen, während alle anderen noch schlafen. Also habe ich bis 8:00 Uhr gewartet, bevor ich KLEXi auf die Reifen abgesenkt habe. 8:00 Uhr ist für mich ja schon die Zeit für den dritten Kaffee. Aber irgendwie war sonst niemand wach.
Das Grauwasser musste ich neben dem Frischwasser in eine Bodenöffnung laufen lassen. Und die Entsorgung für die Chemietoilette hatte kein Wasser. Also konnte ich die Kassette nicht spülen. Man merkt halt, dass der Platz nicht mit der Zeit geht. Nach einer Stunde war ich dann in Neuwied und habe meine Kroatien-Freunde besucht. Wir haben gemeinsam gefrühstückt und die Zeit genossen.
Um 10:45 Uhr ging es dann für mich weiter, und um 13:15 Uhr stand KLEXi bei 99.049 km wieder @Home.
Bilder von der Tour findet ihr hier.




